Geboren 1939 im Riesengebirge (damaliges Sudetenland). Als Heimatvertriebener aufgewachsen in der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR (Kreis Saalfeld, Thüringen). Interessen: Literatur, Geschichte, Erdkunde (pflegte bereits als Schuljunge Brieffreundschaften in aller Welt). Erlernte nach dem Schulbesuch von 1955 - 1958 den Beruf des Druckers. Geriet bereits 1957 wegen seiner umfangreichen Korrespondenz, vor allem mit Personen in der Freien Welt, ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, das 1958 eine „inoffizielle Postkontrolle“ gegen ihn einleitete. Von einem westdeutschen Brieffreund erhielt er 1958 ein Exemplar des utopischen Romans „1984“ von George Orwell zugeschickt.
Nach Vergleichen des darin vorkommenden, fiktiven totalitären Staates Ozeanien mit der SED-Diktatur, identifizierte er sich mit der Romanfigur Winston Smith, und wurde, trotz seiner Mitgliedschaft in der Staatsjugend FDJ, zu einem naiven Kritiker des DDR-Sozialismus. Die Stasi observierte ihn neun Monate lang, auch durch eine so genannte fotografische Dokumentation. Gleichzeitig bespitzelte und denunzierte ihn ein Mitglied der eigenen Familie, der ein „Geheimer Informator“ des MfS war. Im Januar 1959 wurde er von der Stasi verhaftet, zwei Monate später verurteilte ihn das Bezirksgericht in Gera wegen Verbrechen der „staatsgefährdender Hetze“ und „Sammlung von Nachrichten“ zur drei Jahren und drei Monaten Zuchthaus, die er bis zu seiner Entlassung auf Bewährung, im April 1961, in Waldheim (Sachsen) verbüßen musste. Eine für einen späteren Zeitpunkt geplante Flucht in den Westen wurde durch den Bau der Mauer, am 13. August 1961, vereitelt.
Gezwungen, in der DDR zu bleiben, passte er sich, als „gebranntes Kind“, notgedrungen den Verhältnissen an und arbeitete in seinem erlernten Beruf. 1969 bewarb er sich um einem Studienplatz zu einem dreijährigen Fernstudium am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig und wurde zugelassen. Von 1970 bis 1990 war er als Angestellter in einer Kultureinrichtung in Gera tätig und übte nach der Auflösung des Arbeitsstelle, im Frühjahr 1990, zeitweilig ebenfalls kulturelle Tätigkeiten auf ABM-Basis aus. Seit September 2000 ist er Rentner. 1991 erfolgte die strafrechtliche Rehabilitierung und Anerkennung als ehemaliger politischer Häftling des SED-Regimes, verbunden mit einer ersten Entschädigung nach dem Häftlingshilfegesetz der Bundesrepublik. In der Folgezeit erhielt er die Entschädigungsleistungen nach den beiden SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen.
Er ist Mitglied der Vereine:
„Gedenkstätte Amthordurchgang“ e.V. Gera, der Gedenk- und Begegnungsstätte im Restteil der ehemaligen politischen Haftanstalt 1933-1945 und 1945-1989
Bund Deutscher Filmautoren (BDFA), Video Aktiv Jena des BDFA.