staatsverbrechen

 

Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst.

(Abraham Lincoln)

 

Staatsverbrechen

Preisgekrönter Amateurfilm

Jena, 18. und 19. März 2011

Der Dokumentarfilm „Das Staatsverbrechen“, erarbeitet vom VIDEOaktiv Jena e.V. unter Leitung von Peter Gallasch, erhielt beim Thüringer Landesfilmfestival des Bundes Deutscher Film-Autoren (BDFA) „FILMthuer“ einen 1. Preis sowie drei Sonderpreise:

  1. Bester BDFA-Film
  2. Bester Film des Sonderthemas „“Grenzenlos(e) Erfahrungen“
  3. Pressepreis der Zeitungsgruppe Thüringen.

Nach der Premiere, am 4. September 2010 in der Rathausdiele von Jena, konnte der Film bereits mehrfach bei Vorträgen von Baldur Haase mit eingesetzt werden. Auch am 28.09.2010 während eines Weiterbildungsseminars für Juristen und Justizangestellte in Gera, veranstaltet durch das Thüringer Ministerium für Justiz.

FLYER

filmthuer

Entgegennahme der Preise während des Festvals FILMthur am 19. März 2011 in
Jena:

Festivalleiter Uwe Germar, Regisseur und Aufnahmeleiter Peter Gallasch, Protagonist und Zeitzeuge Baldur Haase und Annett Pünsch vom FILMthuer e.V.
Jena (von links).

erfurt andreasstrasse

erfurt andreasstrasse

Nach erfolgreichen Dreharbeiten im ehemaligen Stasigefängnis "Andreasstraße" in Erfurt, im Oktober 2009, Mitglieder des VIDEOaktivs Jena e.V. (von links): Peter Gallasch, Baldur Haase, Joachim Stelzner, Hans-Werner Kreidner, Heidi Neise, Dr. Volker Jüngel.

erfurt andreasstrasse

erfurt andreasstrasse

Wie der Film „das Staatsverbrechen“ entstand.


Dieser Dokumentarfilm ist eine Gemeinschaftsarbeit von Filmamateuren des Videoaktivs Jena e.V im BDFA e.V. Klubmitglied Baldur Haase erzählt von seiner Kindheit und Jugend in einem Dorf in Thüringen. Diese ist geprägt von fantasievollen Träumen, einmal die „große weite Welt“ zu bereisen und seinen Ambitionen zum Schreiben. Doch er lebte in der DDR, in einer „Weltanschauungs- und Erziehungsdiktatur“. Der Staatssicherheitsdienst der SED überwachte seine  internationalen Brieffreundschaften. Der Kontakt mit einem gleichaltrigen jungen Mann in der Bundesrepublik wurde ihm zum Verhängnis. Rainer aus Duisburg hatte 1958 ein Exemplar des utopischen Romans „1984“ von George Orwell geschickt. Die Machthaber in der DDR sahen das Buch als  „Hetzschrift“ an, die den Sozialismus verleumdet. Die Beschäftigung damit und kritische Äußerungen zu den politischen Verhältnissen in der DDR führten zu Vorwürfen, einer Anklage und Verurteilung ein „Staatsverbrechen“ begangen zu haben. Baldur Haase wurde zu mehr als drei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Der Film spiegelt in 20 Minuten 30 Jahre im Leben des Protagonisten wider. Erst nach der friedlichen Revolution in der DDR, der Öffnung der innerdeutschen Grenze und dem Verschwinden der SED-Diktatur fühlt er sich von unsichtbaren Fesseln befreit.