gebrochenes schweigen

 

"Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde".

(Albert Einstein )

 

Gebrochenes Schweigen

Diese Publikation setzt eine Reihe fort, die 2006 mit der Broschüre „Von Adenauer bis zu den Zeugen Jehovas“ begann und von der „Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus“ im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben wird. Bei der ersten Veröffentlichung handelte es sich um eine zeitgeschichtliche Betrachtung, in der Beiträge aus Thüringer Tageszeitungen dokumentiert sind, die nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, mit Genehmigung der Sowjetischen Militäradministration, erscheinen durften. Nunmehr liegen Ergebnisse vor, die sich aus Recherchen im Thüringischen Hauptstaatsarchiv in Weimar ergaben, in Akten, die teilweise mit dem Vermerk „Streng geheim“ gekennzeichnet sind und nun zu Forschungszwecken eingesehen werden können. Dies ermöglicht neue, objektive Sicht- und Beurteilungsweisen politischer Verhältnisse der Nachkriegszeit in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der frühen DDR.

Diese Dokumentation beschränkt sich aber nicht nur auf stumme Dokumente aus Archiven, sondern lässt Zeitzeugen davon erzählen, was sie durch Repressionen vielfältigster Art: Verhaftungen, Verurteilungen, Internierungen und Verschleppungen in Arbeits- Und Speziallager, 40 Jahre lang verdrängen und verschweigen mussten.

Eine Beschäftigung mit dieser historischen Thematik hat nicht den Sinn, Schuld gegen Schuld aufzurechnen, wie es mitunter noch geschieht, sondern historische Wahrheiten ans Tageslicht zu förden, die jahrzentelang aus politischen Gründen unter den Tisch gekehrt wurden.